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Eine Madonna für das Deutsche Elfenbeinmuseum

Schutzmantelmadonna

Eine Madonna für das Deutsche Elfenbeinmuseum
Verein der Freunde und Förderer des Deutschen Elfenbeinmuseums ermöglicht Ankauf der Schutzmantelmadonna von Franz Ludwig Küchler (1892-1952)


Seit den 1960er Jahren gehörte das anmutige sakrale Werk des Erbacher Elfenbeinschnitzers Franz Ludwig Küchler als Dauerleihgabe zum Bestand des Deutschen Elfenbeinmuseums. Die zwischen 1944 und 1951 entstandene Arbeit des Erbacher Elfenbeinschnitzers Franz Ludwig Küchler ging 2018 auf Wunsch der Eigentümer in Privatbesitz zurück. Mit finanzieller Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Deutschen Elfenbeinmuseums konnte das Werk im vergangenen Jahr erworben werden. Wissenschaftliche Leiterin Edda Behringer-Roßwinkel freut sich über die geglückte Rückkehr. „Mit dem erfolgreichen Erwerb der Schutzmantelmadonna gewinnt das Museum eine Elfenbeinarbeit Franz Ludwig Küchlers, die diesen bedeutenden Erbacher Elfenbeinschnitzer in unserer Sammlung exemplarisch zu repräsentieren vermag.“

Franz Ludwig Küchler wurde am 27.4.1892 in Erbach geboren. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung in der Werkstatt Philipp Willmanns. Wie Ferdinand Preiss und Johann Balthasar Trumpfheller arbeitete auch Franz Ludwig Küchler in der Kurstadt Baden-Baden für den Elfenbeinhändler Carl Louis Haebler, der dort seit 1881 ein Verkaufsgeschäft mit Elfenbeinateliers unterhielt. Ab 1910 wird Küchler für die Firma Preiss & Kassler in Berlin tätig. Nach dem Ersten Weltkrieg macht er sich selbstständig und gründet wohl gemeinsam mit Ludwig Walther in Berlin eine eigene Werkstatt. Noch während des Zweiten Weltkriegs siedelt Küchler nach Erbach über. Mit seiner Familie bezieht er eines der Wirtschaftsgebäude des Erbacher Schlosses und richtet sich hier eine neue Werkstatt ein.

Unweit des Schlosses mit seinen bedeutenden Sammlungen gestaltet Küchler zwischen 1944 und 1951 seine Schutzmantelmadonna aus Elfenbein nach einem spätgotischen Relief aus Holz, das sich noch heute in den Gräflichen Sammlungen befindet.
Für die Präsentation des Werkes im Roten Salon richtete die Betriebsgesellschaft Schloss Erbach gGmbH in den vergangenen Tagen eine eigene Vitrine ein. Bei einer Führung durch die Schlossräume können nun spätgotisches Original und Küchlers Interpretation in Elfenbein in ein und demselben Raum betrachtet werden.

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