Einhardsbasilika

Authentisch erhaltene karolingische Architektur in Deutschland

Die Einhardsbasilika in Michelstadt-Steinbach.
© Odenwald Tourismus GmbH, Foto: www.lebensform.net

Die Basilika wurde nach 815 und vor 827 von Einhard, einem Hofgelehrten und Biographen Karls des Großen (Vita Karoli Magni) erbaut. Wahrscheinlich hatte Einhard sie ursprünglich als Grabstätte für sich und seine Frau Imma geplant. Man hat die dreischiffige Basilika ehemals über heute verschwundene Vorräume im Westen betreten. An die Schiffe schließt sich im Osten der Hauptchor mit ehemals zwei Nebenchören an, die über jeweils eine Apsis verfügten. Unter ihnen liegt eine Gangkrypta.

Aus Rom ließ Einhard die Reliquien der Heiligen Marcellinus und Petrus nach Michelstadt bringen. Doch bereits 828 verließ Einhard auf Geheiß dieser Heiligen mitsamt ihrer Reliquien Michelstadt. Er brachte sie nach Seligenstadt, wo er eine weitere Basilika errichten ließ, in der er und seine Gemahlin schließlich bestattet wurden. Dadurch verlor die Einhards-Basilika ihre Bedeutung.

Erst 1073 gründeten Lorscher Mönche in Michelstadt eine Propstei. Um 1230 wurde diese in ein Benediktinerinnenkloster umgewandelt, bevor man das Kloster im 16. Jh. zu einem Spital umfunktionierte. Im Zusammenhang dieser Nutzungsänderungen wurden verschiedene bauliche Umgestaltungen an der Kirche vorgenommen. Trotz dieser Umbauten zählt die Einhards-Basilika zu den letzten Beispielen authentisch erhaltener karolingischer Architektur in Deutschland.

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